12 Mrz

Was sind samenfeste Sorten?

Samenfeste Sorten sind nachbaufähig
Samenfeste Sorten werden über Jahre auf bestimmte Eigenschaften durch Kreuzung und Selektion gezüchtet. Diese Eigenschaften können Farbe, Geschmack, Form, Resistenzen, etc. sein. Vermehrt man diese Sorten über ihr Saatgut, erhält man in den nächsten Generationen Pflanzen mit denselben Eigenschaften – dies nennt man samenfest, sortenrein und nachbaufähig. Bevor die moderne Pflanzenzüchtung an Bedeutung gewann, war dies der Weg, um Sorten zu züchten und weiter zu entwickeln.

F1 – Kreuzung in erster Generation
Bei F1 gekennzeichnetem Saatgut handelt es sich um Hybrid-Züchtungen, die nicht samenfest sind. F1 ist eine Kreuzung in erster Generation. D. h. es werden zwei Sorten gekreuzt und bei sortenreinen Eltern erhält man in dieser ersten Generation einheitliche Nachkommen. Vermehrt man diese Pflanzen weiter, tritt in der nächsten Generation – der F2 – die größtmögliche genetische Aufspaltung auf. D. h. die genetischen Eigenschaften der Kreuzungspartner treten in den Nachkommen in den verschiedensten Variationen zu Tage. Wenn wir also bspw. aus einer gelben, runden F1 Zucchini Saatgut gewinnen und wieder ansäen werden wir nur einen Teil oder u. U. gar keine Zucchini mit diesen gelben und gleichzeitig runden Eigenschaften erhalten.

Die moderne Pflanzenzüchtung
In der modernen Pflanzenzüchtung werden F1-Hybriden jedoch nicht nur durch einfache Kreuzung erzeugt. Oftmals werden in der Natur nicht vorkommende Inzuchtlinien erzwungen, um in der F1 gewünschte Eigenschaften hervorzubringen oder im Labor über die Verschmelzung artfremder Zellen und Zellkerne sogenannte CMS-Hybriden geschaffen. Letztere können in sich steril sein. [Quelle: www.saveourseeds.org/gvo-sorten/cms-hybride]. Eine Vermehrung solcher Sorten ist entweder gar nicht möglich oder hat degenerierte Pflanzen zur Folge. Als Konsequenz hat Demeter bereits 2005 in seinen Richtlinien verfügt, dass CMS-Hybriden nicht mehr verwendet werden dürfen.

Was bedeutet dies für den Eigenanbau?
Durch das große F1-Angebot werden traditionelle samenfeste Sorten verdrängt. Dabei geht ein großer Reichtum an Züchtungsarbeit und genetischer Ressourcen verloren. Für die Vielfalt auf unseren Gartenbeeten sind samenfeste Sorten die bessere Wahl.

(Beitrag aus www.garten-des-lebens.de/f1-oder-samenfest-wo-liegt-der-unterschied)

Mit Bingenheimer Saatgut bieten wir samenfeste Sorten für Ihren Garten.

24 Feb

Ökohum Erden und Dünger

Ökohum Bio-Universalerde torffrei

Aus Rindenkompost, Kokos, Holzfaser, Bims, Blähtonsand. Für Töpfe, Pflanzkübel, Pflanzbeete und Rabatten.

Ökohum Bio-Universalerde (7,5l) 3,30 €

Ökohum Bio-Universalerde (15l) 4,50 €

Ökohum Bio-Universalerde (45l ) 10,50 €

 

Ökohum Bio-Aussaaterde (15l) 5,60 €

 

 

Ökohum Bio-Flüssigdünger

Rein pflanzlicher Bio-Dünger mit allen nötigen Haupt- und Spurenelementen. Sowohl im Gießverfahren als auch zur Blattdüngung hervorragend geeignet. Mit der speziellen Kombination von Wirkstoffen wird eine Wirkungsdauer von bis zu 3 Wochen erzielt. 

Ökohum Bio-Flüssigdünger (500ml) 10,90 €

 
Ökohum Bio-Langzeitdünger

Mit allen für das Pflanzenwachstum wichtigen Hauptnährstoffen und Spurenelementen. Die Nährstoffe dieses Bio-Langzeitdüngers werden im Verlauf von 2 bis 3 Monaten pflanzenverfügbar.

Ökohum Bio-Langzeitdünger Granulat (500g) 10,90 €

24 Feb

Bingenheimer Saatgut

Bingenheimer Saatgut bietet nur samenfeste Sorten und bewusst kein Hybridsaatgut an. Ihre wesentlichen Ziele sind:
  • Verkauf von biologisch-dynamisch gezüchteten und entwickelten Sorten
  • Erhalt und Förderung der Sortenvielfalt für Landwirtschaft und Gartenbau
  • Erhalt und Förderung der Saatgutvermehrung als Kulturaufgabe in der Gesellschaft
  • Weiterentwicklung von sozialen Wirtschaftsformen zwischen allen am Produktions- und Verbrauchsprozess beteiligten Gruppen
  • Nach Möglichkeit Tätigkeitsfelder für seelenpflegebedürftige Menschen bereitstellen.

Unser aktuelles Saatgut-Sortiment:

03 Dez

Verheerender Pilzbefall bei Bananen

Von Uploaded by JoJan - Uploaded by JoJan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47028

Bildnachweis: JoJan, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org

Die Banane, wie wir sie kennen, ist in Gefahr. Seit 1990 breitete sich aus Südostasien ein Pilz aus, gegen den die Wissenschaft kein Mittel findet. „Fusarium oxysporum TR4“ kommt aus dem Boden, setzt sich in den Leitungsbahnen der Bananenstauden fest, wächst und stranguliert die Pflanze, schneidet ihr den Wasser- und Nährstoffnachschub ab

Der Pilz war auch in Ostafrika und am Mittelmeer schon aufgetreten. Eine Frage der Zeit nur war es, bis er auch die Hauptanbaugebiete in Mittelamerika erreichen würde. Jetzt ist er da. Kolumbien hat 170 Hektar gerodet, Sperrbezirke eingerichtet und den nationalen Notstand ausgerufen. Die Zeit rennt jetzt. Denn die wichtigsten Anbauländer liegen dicht an dicht: Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Honduras, Panama, Guatemala.

Die Seuche ist nur so gefährlich, weil eine einzige Sorte mit mehr als 95 Prozent den globalen Bananenhandel dominiert. Ihr Name ist „Cavendish“. Und mehr noch: Diese Sorte hat keinen Samen. Gerade das macht sie so reizvoll. Samenlose Sorten werden durch Stecklinge vermehrt. Die einzelnen Pflanzen sind Klone. Sie besitzen ein sehr einheitliches Erbgut und es besteht keine Hoffnung, dass irgendwo noch eine genetische Abwehr versteckt sein könnte. Auf regionalen Märkten in den Erzeugerländern gibt es zwar alternative Sorten wie rote Bananen, Ladyfinger und diverse Zwerg-, Wild- oder Babybananen. Sie alle haben aber nicht das Potenzial für billige Früchte in großen Mengen. Genau das hat den Erfolg der „Cavendish“ ausgemacht. Zu Lasten der Umwelt und der Vielfalt.

Forscher wie Andreas Bürkert, Leiter des Fachgebiets ökologischer Pflanzenbau und Agrarsystemforschung an der Universität Kassel, warnen davor, im Bananenanbau alles auf eine Sorte zu setzen. Er fordert mehr Vielfalt in den Anbaugebieten als beste Versicherung gegen Krankheiten.

(zusammengekürzt nach Werner Eckert, SWR; hier gehts zur vollständigen Version: https://www.tagesschau.de/ausland/bananen-kolumbien-105.html)

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